Kemal’in Almanya Macerası

A1’den A2’ye Geçiş — Kapsamlı Hikaye ve Alıştırmalar

Bu hikaye, A1 seviyesinde öğrendiğin tüm kelimeleri ve dilbilgisi yapılarını doğal bir bağlamda kullanan kapsamlı bir okuma parçasıdır. Kemal’in München’deki ilk altı ayını anlatan bu uzun hikaye sayesinde:

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Öneri: Hikayeyi önce sözlüksüz okuyun. Anlamadığınız yerleri işaretleyin. Sonra hikaye sonundaki kelime listesine bakın. En son alıştırmaları yapın.

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Teil 1: Ankunft in München

Bölüm 1: München’e Varış

Es ist ein Montagmorgen im September. Das Wetter ist schön — die Sonne scheint und es ist warm. Um 9 Uhr 30 landet das Flugzeug aus Istanbul am Flughafen München.

Kemal Yıldız ist 28 Jahre alt und kommt aus Istanbul. Er ist Ingenieur von Beruf. Er hat einen neuen Job bei einer großen Technikfirma in München. Heute ist sein erster Tag in Deutschland. Er hat einen Rucksack und zwei schwere Koffer. Sein Herz schlägt schnell — er ist nervös, aber auch sehr aufgeregt.

Im Flughafen schaut Kemal auf die Schilder. Er sucht den Ausgang. Ein älterer Mann fragt ihn plötzlich: “Entschuldigung, können Sie mir helfen? Wo ist der Bahnhof?”

Kemal lacht leise und antwortet: “Ich weiß es leider auch nicht — ich bin heute zum ersten Mal hier! Aber wir können zusammen suchen.”

Der alte Mann heißt Walter. Er ist 65 Jahre alt und kommt aus München. Er war zwei Wochen in der Türkei im Urlaub und ist jetzt wieder zu Hause. Er ist sehr nett und freundlich. Walter zeigt Kemal den Weg zum S-Bahnhof im Flughafen.

“Danke schön!”, sagt Kemal herzlich.

“Bitte schön! Willkommen in München!”, sagt Walter und lächelt. “Wie lange bleiben Sie hier?”

“Ich wohne jetzt hier. Ich beginne nächste Woche mit meiner Arbeit. Ich bin Ingenieur.”

“Wunderbar! München ist eine tolle Stadt. Viel Erfolg und viel Spaß!”

“Danke! Auf Wiedersehen!”

Kemal nimmt die S-Bahn ins Stadtzentrum. Die Fahrt dauert 40 Minuten. Er schaut aus dem Fenster — die Landschaft ist grün und sauber. In der Ferne kann er die Berge sehen. Sie sind noch weit weg, aber sie sind wunderschön.

“München ist wirklich schön”, denkt Kemal. “Ich glaube, ich werde hier glücklich sein.”

Er hört Musik auf seinem Handy und schaut wieder aus dem Fenster. Eine neue Stadt. Ein neues Leben. Alles beginnt heute.


Teil 2: Das Hotel und die Wohnung

Bölüm 2: Otel ve Daire

Die erste Woche wohnt Kemal in einem kleinen Hotel in der Nähe vom Hauptbahnhof. Das Hotel heißt “Hotel Zentrum” und kostet 80 Euro pro Nacht. Das Zimmer ist nicht groß, aber sauber und gemütlich. Es hat ein Bett, einen Kleiderschrank, einen kleinen Tisch und einen Stuhl. Im Badezimmer gibt es eine Dusche und einen Spiegel. Das Fenster geht auf die Straße — es ist ein bisschen laut nachts, aber das stört Kemal nicht.

Jeden Morgen frühstückt er im Restaurant des Hotels. Es gibt Brötchen, Butter, Marmelade, Käse, Wurst, Joghurt, Obst und Kaffee oder Tee. Das Frühstück ist im Preis enthalten. Kemal ist sehr zufrieden damit.

Am Dienstag und Mittwoch sucht Kemal eine Wohnung. Er schaut im Internet — es gibt viele Wohnungen in München, aber sie sind sehr teuer! Eine Zwei-Zimmer-Wohnung kostet meistens 1.500 Euro oder mehr. Das ist sehr viel Geld.

Am Donnerstag hat er Glück. Er sieht eine Anzeige: “3-Zimmer-Wohnung in Schwabing, 3. Stock, Balkon, 1.100 Euro pro Monat.” Er ruft sofort an.

“Guten Tag! Mein Name ist Kemal Yıldız. Ich rufe wegen der Wohnung in der Leopoldstraße an.”

“Guten Tag, Herr Yıldız! Ich bin Frau Schmidt, die Vermieterin. Können Sie heute Nachmittag die Wohnung besichtigen?”

“Ja, sehr gerne! Um wie viel Uhr?”

“Um 16 Uhr?”

“Das passt perfekt. Vielen Dank!”

Um 16 Uhr ist Kemal an der Adresse: Leopoldstraße 47, 80802 München. Das Haus ist alt, aber schön — mit einer großen Holztür und Blumen am Eingang. Frau Schmidt, eine Frau von ca. 55 Jahren mit kurzen grauen Haaren, öffnet die Tür.

“Guten Tag, Herr Yıldız! Kommen Sie herein!”

Die Wohnung ist im dritten Stock. Es gibt keinen Aufzug, aber das ist kein Problem für Kemal — er ist jung und fit. Die Wohnung hat drei Zimmer: ein Wohnzimmer, ein Schlafzimmer und eine Küche. Das Badezimmer ist klein, aber hat eine Dusche und eine Badewanne. Und dann — der Balkon! Ein kleiner Balkon, der auf die ruhige Leopoldstraße schaut. Von dort kann man die Bäume sehen, die Straße, das Leben.

“Ich nehme sie!”, sagt Kemal ohne lang zu überlegen.

Frau Schmidt lacht: “Sind Sie sicher? Wollen Sie nicht zuerst schlafen und dann entscheiden?”

“Nein! Die Wohnung ist perfekt. Wo unterschreibe ich?”

Am nächsten Montag zieht Kemal ein. Er hat fast keine Möbel — nur seine Koffer und einen kleinen Kochtopf, den er bei einem deutschen Supermarkt gekauft hat. Er muss alles kaufen.

Er fährt zu IKEA und kauft:

  • ein Bett mit Matratze (350 Euro)
  • einen Kleiderschrank (180 Euro)
  • ein Sofa für das Wohnzimmer (350 Euro)
  • einen Esstisch mit vier Stühlen (200 Euro)
  • ein Bücherregal (60 Euro)
  • eine Stehlampe (40 Euro)
  • Küchengeschirr: Teller, Tassen, Gläser, Töpfe (120 Euro)

Das macht zusammen 1.300 Euro. “Das ist wirklich sehr viel Geld!”, denkt Kemal. Aber er ist glücklich — jetzt hat er ein Zuhause in Deutschland.

Am Abend des ersten Tages in der neuen Wohnung ruft er seine Mutter in Istanbul an. Es ist 20 Uhr in München und 21 Uhr in Istanbul — eine Stunde Zeitunterschied.

“Mama! Ich habe eine Wohnung! Sie ist wirklich schön — drei Zimmer und ein Balkon!”

“Oh, wie schön! Wie groß ist sie?”

“Ungefähr 65 Quadratmeter. Nicht riesig, aber für mich allein mehr als genug.”

“Und wie weit ist sie von der Arbeit?”

“Nicht weit — 20 Minuten mit dem Fahrrad. Oder 10 Minuten mit der U-Bahn.”

“Sehr gut! Wann fängst du mit der Arbeit an?”

“Am Montag. Nächste Woche Montag.”

“Ich wünsche dir alles Gute, mein Sohn. Wir vermissen dich schon.”

“Ich euch auch, Mama. Aber ich komme im Winter wieder nach Hause — zu Silvester vielleicht.”

“Das wäre wunderbar! Pass gut auf dich auf!”

“Ja, Mama. Gute Nacht! Ich liebe euch.”


Teil 3: Der erste Arbeitstag

Bölüm 3: İlk İş Günü

Es ist Montag, der 15. September. Kemals erster Arbeitstag! Er wacht um 6 Uhr 30 auf. Das ist früh, aber er kann sowieso nicht schlafen — er ist zu aufgeregt.

Er duscht, rasiert sich und zieht sich sorgfältig an: ein weißes Hemd, eine graue Hose, schwarze Schuhe und eine dunkelblaue Krawatte. Er schaut in den Spiegel. “Gut so”, sagt er zu sich selbst.

Er frühstückt schnell in der Küche: ein Brötchen mit Butter und Marmelade, und einen starken schwarzen Kaffee. Ohne Kaffee kann Kemal keinen Tag beginnen.

Um 8 Uhr verlässt er die Wohnung. Er fährt mit dem Fahrrad zur U-Bahn-Station Münchner Freiheit — nur fünf Minuten. Dann fährt er mit der U-Bahn bis zur Haltestelle Maximilianstraße. Die Fahrt dauert 12 Minuten.

Die Firma heißt “TechMüller GmbH” und liegt in einem modernen Glasgebäude in der Maximilianstraße. Kemal ist um 8 Uhr 55 Minuten da — fünf Minuten früh. Gut!

An der Rezeption steht eine junge Frau mit roten Haaren und einem freundlichen Lächeln. Sie trägt ein blaues Kleid.

“Guten Morgen! Ich bin Kemal Yıldız. Ich beginne heute hier als Ingenieur.”

“Guten Morgen, Herr Yıldız! Herzlich willkommen bei TechMüller! Ich bin Sabine, die Rezeptionistin. Ich habe Ihren Namen auf der Liste. Ihre Chefin, Frau Dr. Müller, wartet auf Sie. Ich rufe sie an.”

Nach zwei Minuten kommt eine Frau von etwa 45 Jahren. Sie hat kurze braune Haare und trägt eine Brille. Sie gibt Kemal die Hand.

“Herr Yıldız! Willkommen! Ich bin Dr. Müller. Wie war Ihre Reise nach München?”

“Danke, alles gut! Ich bin sehr froh, hier zu sein.”

“Wunderbar. Ich zeige Ihnen zuerst das Büro, dann lernen Sie Ihre Kollegen kennen.”

Dr. Müller führt Kemal durch das Büro. Es ist groß und modern — viele Computer, große Fenster, Pflanzen in den Ecken. Es riecht nach Kaffee.

Kemal lernt seine neuen Kollegen kennen:

Thomas Fischer, 32 Jahre alt, aus Hamburg. Groß, blond, sportlich. Er lacht viel und macht viele Witze. Er ist sofort sympathisch.

Julia Wagner, 27 Jahre alt, aus München. Klein, dunkle Haare, sehr intelligent. Sie spricht schnell und ist immer beschäftigt.

Mohammed Al-Rashid, 35 Jahre alt, aus Marokko. Er lebt seit acht Jahren in Deutschland und spricht perfektes Deutsch. Er ist ruhig und hilfsbereit.

Yui Tanaka, 29 Jahre alt, aus Japan. Sie ist seit zwei Jahren in München. Ihr Deutsch ist sehr gut, aber sie lernt noch.

“Ihr kommt alle aus verschiedenen Ländern!”, sagt Kemal überrascht.

“Ja!”, lacht Thomas. “TechMüller ist sehr international. Es gibt hier Leute aus zwölf verschiedenen Ländern.”

“Das ist toll! So kann ich von vielen Kulturen lernen.”

Beim Mittagessen in der Firmenkantine redet Kemal mit Thomas.

“Wie findest du München?”, fragt Thomas.

“Sehr schön! Ich bin noch nicht viel herumgekommen, aber die Stadt sieht toll aus.”

“Bist du schon mal in den Englischen Garten gegangen? Der ist riesig — größer als der Central Park in New York!”

“Noch nicht. Ich kenne die Stadt noch kaum.”

“Dann zeige ich dir München! Am Wochenende?”

“Ja, sehr gerne!”

Das Mittagessen kostet 4,50 Euro in der Kantine. Es gibt immer eine Suppe und ein Hauptgericht. Heute ist es Tomatensuppe und Hähnchen mit Gemüse und Kartoffeln. Alles ist frisch und lecker.

Nach dem ersten Arbeitstag fährt Kemal müde aber glücklich nach Hause. Er kocht sich Nudeln mit Tomatensoße — einfach, schnell, lecker. Er trinkt ein Glas Wasser dazu. Dann sitzt er auf dem Balkon, trinkt einen Tee und denkt an den Tag.

“Das war gut”, sagt er leise. “Das wird gut.”


Teil 4: Der Alltag in München

Bölüm 4: München’deki Günlük Hayat

Nach zwei Wochen hat Kemal eine feste Routine. Er steht jeden Morgen um 6 Uhr 30 auf. Er duscht, frühstückt und verlässt die Wohnung um 8 Uhr.

Er fährt immer mit dem Fahrrad — auch wenn es regnet. Das Fahrrad ist schnell, günstig und gut für die Gesundheit. Er hat ein gebrauchtes Fahrrad für 150 Euro auf einem Online-Marktplatz gekauft. Es ist nicht neu, aber es funktioniert gut.

Um 9 Uhr beginnt die Arbeit. Kemal macht interessante Projekte und lernt jeden Tag etwas Neues. Er arbeitet gut mit seinen Kollegen zusammen. Dr. Müller ist sehr zufrieden mit ihm.

Die Mittagspause ist von 12 Uhr 30 bis 13 Uhr 30. Kemal isst immer in der Kantine. Am liebsten mag er das Hähnchen mit Gemüse oder die Linsensuppe. Manchmal bringt er sein Mittagessen von zu Hause mit — dann isst er auf der Bank im kleinen Park neben dem Büro, wenn das Wetter schön ist.

Die Arbeit endet um 17 Uhr 30. Danach geht Kemal oft in den Supermarkt. Er kauft Lebensmittel für das Abendessen. Er kocht jeden Abend selbst — er mag das Kochen sehr. Manchmal macht er türkische Gerichte: Linsensuppe, Köfte oder gefüllte Paprika. Manchmal kocht er deutsch: Kartoffelsuppe, Nudeln oder Hähnchen mit Gemüse.

Zweimal pro Woche — dienstags und donnerstags — geht Kemal zum Deutschkurs. Der Kurs ist von 18 Uhr 30 bis 20 Uhr. Die Lehrerin heißt Frau Bauer. Sie ist etwa 50 Jahre alt, hat lange blonde Haare und lacht viel. Sie ist sehr geduldig und erklärt alles sehr klar.

Im Kurs lernt Kemal viele interessante Menschen kennen: Yasmin aus Algerien (sie ist Ärztin), Carlos aus Brasilien (er ist Koch), Mei aus China (sie studiert Wirtschaft) und Dmitri aus Russland (er ist Programmierer).

“Ihr Deutsch wird wirklich schnell besser, Herr Yıldız!”, sagt Frau Bauer eines Abends nach dem Kurs. “Ich bin sehr beeindruckt.”

“Danke! Ich übe jeden Tag”, antwortet Kemal. “Ich rede mit meinen Kollegen Deutsch, ich lese deutsche Zeitungen und ich schaue deutsche Serien auf Netflix.”

“Das ist der beste Weg! Wer eine Sprache wirklich lernen will, muss sie jeden Tag benutzen.”

“Ich mache noch viele Fehler…”

“Fehler sind wichtig! ⭐ Wer keine Fehler macht, macht gar nichts. Das sagt man auf Deutsch. Machen Sie weiter so!”

An freien Abenden geht Kemal manchmal mit Thomas und Julia essen oder trinken. München hat viele schöne Restaurants und Cafés. Kemal entdeckt langsam die Stadt — den Viktualienmarkt (ein großer, bunter Lebensmittelmarkt in der Stadtmitte), den Englischen Garten (ein riesiger Park), die Isar (den Fluss, der durch die Stadt fließt).

Er kauft sich ein gebrauchtes Fahrrad-Navigationssystem und fährt jedes Wochenende eine neue Strecke durch die Stadt. München ist eine ideale Fahrradstadt — es gibt Fahrradwege überall.


Teil 5: Der Supermarkt

Bölüm 5: Süpermarket

Es ist ein Freitagabend im Oktober. Kemal kommt um 18 Uhr nach Hause und sein Kühlschrank ist fast leer. Er muss einkaufen.

Er nimmt seine Einkaufstasche — eine grüne Stofftasche, die er beim Supermarkt gekauft hat — und geht in den REWE in der Leopoldstraße. Der REWE ist nur drei Minuten von seiner Wohnung entfernt. Praktisch!

Er hat eine Liste im Kopf:

Für das Frühstück: Milch, Joghurt, Brötchen, Butter, Marmelade, Käse. Für das Mittagessen: Nudeln, Tomatensoße, Parmesan. Für das Abendessen: Hähnchen, Kartoffeln, Gemüse (Paprika, Zucchini, Zwiebeln). Und extra: Äpfel, Bananen, Orangensaft, Mineralwasser, Kaffee.

Im Gemüse-Bereich sieht er eine junge Mutter mit einem kleinen Jungen von vielleicht drei Jahren. Das Kind steht vor dem Regal mit den Schokoladen und streckt die Arme aus.

“Mama! Schoko! Bitte, Mama!”

“Nein, Jonas. Nicht heute.”

“Bitte! Bitte! BITTE!”

“Nein!”

Das Kind beginnt zu weinen — laut! Kemal lächelt und denkt: Als ich klein war, habe ich das auch gemacht. Jede Mutter kennt diese Situation.

An der Kasse legt Kemal alles auf das Band. Die Kassiererin, eine Frau mit kurzen schwarzen Haaren und roten Fingernägeln, scannt alles schnell.

“Das macht 47 Euro 80, bitte.”

Kemal greift in seine Jackentasche — keine Geldbörse. Er sucht in der anderen Tasche. Auch nichts. Oh nein! Er hat seine Geldbörse zu Hause vergessen!

“Entschuldigung”, sagt er zur Kassiererin. Er spürt, wie sein Gesicht rot wird. “Ich habe meine Geldbörse vergessen. Aber ich habe mein Handy. Kann ich damit bezahlen?”

“Ja, natürlich! Kein Problem”, sagt die Kassiererin freundlich. “Halten Sie das Handy einfach ans Gerät.”

Kemal hält sein Smartphone an das Lesegerät. Es piept. Bezahlt! Er atmet erleichtert aus.

“Danke! Das war knapp. Auf Wiedersehen!”

“Gerne! Schönes Wochenende!”

Er geht nach Hause, kocht Hähnchen mit Kartoffeln und Paprika und isst auf dem Balkon. Der Himmel wird langsam dunkel. Die Straßenlaternen gehen an. München bei Nacht ist auch schön.


Teil 6: Das Wochenende in der Stadt

Bölüm 6: Şehirde Hafta Sonu

Am Samstagmorgen schläft Kemal bis 9 Uhr. Das ist sehr spät für ihn — normalerweise wacht er um 6 Uhr 30 auf. Aber am Wochenende… warum nicht?

Er frühstückt langsam auf dem Balkon: Toast, zwei Spiegeleier, Käse, Tomate und einen großen Tee. Das Wetter ist schön, aber kühl — nur 13 Grad. Er trägt einen dicken Pullover.

Um 10 Uhr 15 klingelt sein Handy. Thomas!

“Hallo Kemal! Hast du heute Nachmittag Zeit? Ich möchte dir den Marienplatz zeigen. Danach gehen wir ins Hofbräuhaus — das musst du als Tourist sehen!”

“Ich bin kein Tourist, ich wohne hier!”, lacht Kemal.

“Noch nicht lange genug. Bist du dabei?”

“Natürlich! Wann und wo?”

“Um 12 Uhr am Marienplatz, direkt vor dem Rathaus?”

“Super. Ich bin da.”

Kemal zieht sich warm an: eine dunkle Jeans, ein blaues Hemd, ein grauer Pullover und seine braune Lederjacke. Er wickelt sich auch einen Schal um den Hals — es ist windig heute. Er schaut in den Spiegel. “Gut so”, sagt er.

Er fährt mit der U-Bahn zum Marienplatz. Als er aus der U-Bahn kommt und auf den Platz tritt, bleibt er stehen und schaut. Das Rathaus ist riesig — ein großes, braunes Gebäude aus dem 19. Jahrhundert, mit Türmen und Figuren. Vor dem Rathaus steht eine hohe Säule mit einer goldenen Frauenstatue oben: die Mariensäule.

Thomas und Julia warten schon am Brunnen.

“Hallo Kemal! Na, wie findest du den Marienplatz?”

“Unglaublich! Das ist noch schöner als auf den Fotos.”

“Warte auf das Glockenspiel! Um 12 Uhr spielen die Figuren oben am Rathaus.”

Sie warten. Punkt 12 Uhr beginnt das Glockenspiel — Figuren drehen sich, Glocken läuten. Touristen fotografieren alles. Kemal fotografiert auch mit seinem Handy.

“Das ist wirklich toll!”, sagt er.

Dann gehen sie ins Hofbräuhaus. Das berühmte alte Bierrestaurant ist sehr groß, sehr laut und voller Menschen. Lange Holztische, Bierkrüge, Blasmusik. Eine Bedienung in traditioneller Tracht — weißes Hemd, blauer Rock — bringt ihnen die Speisekarte.

“Was nimmst du?”, fragt Thomas.

“Ich schaue mal… Was ist ‘Weißwurst’?”

“Eine weiße Wurst aus Kalbfleisch und Kräutern — typisch bayerisch! Die isst man mit einem Brezen und süßem Senf. Das musst du probieren!”

Kemal bestellt die Weißwurst mit Brezen. Julia bestellt einen Salat mit gegrilltem Hähnchen. Thomas bestellt Schweinshaxe mit Knödeln und natürlich ein Bier.

Zu trinken nehmen Kemal und Julia Apfelsaft. Thomas trinkt ein Weißbier.

Die Bedienung bringt das Essen. Kemal schaut die Weißwurst etwas skeptisch an.

“Wie isst man das?”

“So!” Thomas zeigt ihm: Man schneidet die Wurst auf und isst das Innere heraus — die Haut isst man nicht. Dann Senf drauf und mit dem Brezen essen.

Kemal probiert. Sein Gesicht entspannt sich: “Oh! Das ist… gut! Wirklich gut! Ich dachte, es schmeckt komisch, aber es ist lecker.”

“Willkommen in Bayern!”, sagt Thomas und hebt sein Bier. “Prost!”

“Prost!”, sagen alle drei.

Nach dem Mittagessen schlendern sie durch die Innenstadt. Julia zeigt Kemal die Viktualienmarkt — ein großer Lebensmittelmarkt unter freiem Himmel. Es gibt Käse, Wurst, Fisch, frisches Gemüse und Obst, Gewürze aus aller Welt, Blumen und Honig.

“Ich komme hier jeden Samstagmorgen einkaufen”, sagt Julia. “Das Gemüse ist so viel frischer als im Supermarkt!”

“Und teurer?”, fragt Kemal.

“Ja, ein bisschen. Aber die Qualität ist besser. Und die Atmosphäre ist wunderschön.”

Kemal kauft ein kleines Glas Honig und eine Packung getrocknete Tomaten. Souvenirs für seine Wohnung.

Danach gehen sie in den Englischen Garten. Der Park ist riesig — man kann stundenlang spazieren gehen. Es gibt Wiesen, Bäume, einen kleinen See (den Kleinhesseloher See), eine chinesische Pagode und sogar eine Stelle, wo Leute im Fluss surfen!

“Im Winter surfen die Leute immer noch!”, sagt Thomas. “Das Wasser kommt aus den Bergen — es ist kalt, aber die Strömung ist stark. Die Surfer sind verrückt aber toll.”

Sie sitzen auf einer Bank am See. Die Enten schwimmen. Ein alter Mann füttert die Vögel. Kinder spielen auf der Wiese. Die Sonne ist jetzt tiefer am Himmel und alles leuchtet in einem goldenen Licht.

“Ich liebe diese Stadt”, sagt Kemal leise.

“Sie liebt dich auch”, lacht Julia.

Auf dem Weg zurück erzählt Kemal von Istanbul.

“Istanbul ist auch wunderschön. Eine Stadt zwischen zwei Kontinenten. Das Meer ist überall — das Bosporus-Meerenge, das Schwarze Meer, das Marmara-Meer. Es gibt Moscheen, Basare, alte Brücken. Es ist laut und bunt und immer lebendig.”

“Vermisst du es?”, fragt Julia.

“Jeden Tag. Aber ich vermisse mehr meine Familie als die Stadt selbst. Meine Eltern, meine Schwester Elif, meinen Bruder Murat. Elif ist 32 und arbeitet als Lehrerin. Murat ist 24 und studiert Informatik.”

“Wann siehst du sie wieder?”

“Im Winter — vielleicht zu Silvester. Ich freue mich schon sehr.”


Teil 7: Krank in München

Bölüm 7: München’de Hasta

Im Oktober verändert sich das Wetter sehr schnell. Montag: 18 Grad und Sonne. Freitag: 8 Grad, Regen und Wind. Kemal ist das Wetter nicht gewöhnt — in Istanbul bleibt der Herbst länger warm.

Am dritten Montag im Oktober wacht Kemal auf und fühlt sich sehr schlecht. Sein Kopf schmerzt. Sein Hals tut weh. Er hat kein Fieber — noch nicht. Er zieht sich trotzdem an und geht zur Arbeit.

Aber am Nachmittag wird es schlimmer. Um 15 Uhr misst er sein Fieber in der Toilette der Firma: 38,4 Grad. Er geht zu Julia.

“Ich glaube, ich bin krank. Ich habe Fieber.”

Julia schaut ihn besorgt an. “Du siehst wirklich nicht gut aus. Dein Gesicht ist sehr rot. Geh nach Hause!”

“Aber ich habe noch —”

“Geh nach Hause, Kemal. Wirklich. Wir machen das hier fertig.”

Er geht. Er schreibt Dr. Müller eine kurze E-Mail: “Sehr geehrte Frau Dr. Müller, ich bin leider krank und muss heute früher nach Hause gehen. Ich bitte um Entschuldigung. Mit freundlichen Grüßen, Kemal Yıldız.”

Zu Hause legt er sich sofort ins Bett. Er schläft drei Stunden. Als er aufwacht, ist es 19 Uhr und er hat 38,8 Grad Fieber. Sein Hals schmerzt sehr. Er hustet. Er hat keinen Hunger.

Er trinkt einen Tee mit Honig und schreibt seiner Mutter: “Mama, ich bin krank. Fieber. Was soll ich tun?”

Sofort antwortet sie: “Viel trinken! Tee mit Honig und Zitrone. Paracetamol nehmen. Und zum Arzt gehen!”

Am nächsten Morgen ruft Kemal die Arztpraxis an. Sein Hausarzt heißt Dr. Hoffmann und die Praxis ist zehn Minuten zu Fuß von seiner Wohnung.

“Praxis Dr. Hoffmann, guten Morgen, Sprechstunde!”

“Guten Morgen. Mein Name ist Kemal Yıldız. Ich bin Patient bei Ihnen. Ich habe seit gestern Fieber und starke Halsschmerzen. Ich brauche dringend einen Termin.”

“Haben Sie hohes Fieber?”

“Ja, 38,8 Grad.”

“Können Sie um 10 Uhr kommen?”

“Ja, das geht. Vielen Dank!”

Um 10 Uhr sitzt Kemal im Wartezimmer der Arztpraxis. Es sind noch vier andere Patienten da. Nach 25 Minuten ist er dran.

Dr. Hoffmann ist ein ruhiger, älterer Herr mit weißem Bart und einer freundlichen Stimme.

“Guten Morgen, Herr Yıldız. Was fehlt Ihnen heute?”

“Guten Morgen, Herr Doktor. Ich habe seit Montag Halsschmerzen und Fieber. Gestern war das Fieber 38,8 Grad. Ich huste auch viel. Und ich bin sehr müde.”

“Wie lange schon?”

“Seit zwei Tagen.”

“Gut. Ich untersuche Sie mal. Machen Sie bitte den Mund auf und sagen Sie ‘Aah’…”

Dr. Hoffmann schaut in den Hals, misst den Blutdruck, klopft auf den Rücken, hört die Lunge ab.

“Ja”, sagt er dann. “Sie haben eine Virusgrippe. Der Hals ist sehr rot und ein bisschen geschwollen. Die Lunge ist aber sauber — das ist gut.”

“Brauche ich Antibiotika?”

“Nein, das ist eine Virusinfektion. Antibiotika helfen bei Viren nicht. Ich gebe Ihnen ein Rezept für Schmerztabletten und einen Hustensaft. Und Sie müssen viel trinken — Tee, Wasser, warme Suppe. Keine Milch — das macht den Hals schlimmer.”

“Muss ich im Bett bleiben?”

“Ja. Mindestens drei Tage. Ich schreibe Sie krank. Sie dürfen nicht zur Arbeit.”

“Und darf ich ein bisschen Sport machen? Fahrrad fahren?”

Dr. Hoffmann schaut ihn über seine Brille an. “Herr Yıldız. Sie haben fast 39 Grad Fieber. Kein Sport. Kein Fahrrad. Kein Ausgehen. Nur schlafen, trinken und sich ausruhen. Verstanden?”

“Verstanden”, sagt Kemal kleinlaut.

Er geht zur Apotheke nebenan. Die Apothekerin ist jung, hat lange rote Haare und trägt einen weißen Kittel.

“Hier ist mein Rezept.”

“Moment… Gut. Das sind Schmerztabletten — dreimal täglich eine Tablette, immer nach dem Essen. Und das ist der Hustensaft — zweimal täglich einen Esslöffel, morgens und abends. Okay?”

“Ja, danke.”

“Und trinken Sie viel! Wasser und Tee. Und Hühnersuppe, wenn Sie können — das hilft wirklich!”

Kemal lacht schwach: “Das sagt meine Mutter auch immer.”

“Mütter haben immer Recht.”

Zu Hause macht Kemal Tee, nimmt die erste Tablette und legt sich ins Bett. Er schläft fast den ganzen Tag. Am Abend klopft es an der Tür. Es ist Julia — mit einem Topf voller dampfender Hühnersuppe!

“Ich habe das selbst gekocht! Meine Oma sagt, Hühnersuppe ist das beste Medikament.”

Kemal ist sehr gerührt. “Das ist wirklich sehr nett von dir. Danke!”

“Kein Problem. Gute Besserung!”

Er isst die Suppe. Sie ist warm, salzig, lecker. Danach schläft er sofort ein.

Drei Tage später — am Freitag — ist das Fieber weg. Er ist noch ein bisschen schwach und müde, aber er kann essen, er kann aufstehen, er kann denken. Am Montag geht er wieder zur Arbeit.

“Du siehst viel besser aus!”, sagt Thomas.

“Ich fühle mich auch viel besser. Die Hühnersuppe hat geholfen.”

Thomas lacht: “Julia und ihre Hühnersuppe! Sie kocht das für jeden kranken Kollegen.”

“Das ist sehr nett von ihr.”


Teil 8: Der Nachbar

Bölüm 8: Komşu

Als Kemal wieder gesund ist, entscheidet er: Es ist Zeit, den Nachbarn kennenzulernen. Im zweiten Stock wohnt ein alter Mann. Kemal hat ihn manchmal im Treppenhaus gesehen. Er geht immer langsam mit einem Gehstock, hat weiße Haare und trägt immer eine Strickjacke. Sie haben immer nur genickt — “Guten Morgen”, “Guten Abend” — aber nie richtig gesprochen.

An einem Samstagmorgen nimmt Kemal ein kleines Glas Honig — das vom Viktualienmarkt — und klingelt an der Tür im zweiten Stock.

Nach einer Weile hört er langsame Schritte. Die Tür öffnet sich. Der alte Mann schaut ihn überrascht an.

“Guten Morgen! Ich bin Kemal Yıldız. Ich wohne im dritten Stock. Wir sehen uns manchmal im Treppenhaus. Ich wollte mich mal richtig vorstellen.” Er hält das Honigglas hoch. “Und ich bringe Ihnen ein kleines Mitbringsel.”

Der alte Mann schaut ihn eine Sekunde lang an. Dann lächelt er breit — ein warmes, echtes Lächeln.

“Oh! Der neue Nachbar! Ich dachte schon, Sie sprechen kein Deutsch! Sehr schön! Ich bin Hans Zimmermann. Kommen Sie rein, kommen Sie rein!”

Hans ist 78 Jahre alt. Er ist Rentner — früher war er Gymnasiallehrer für Geschichte und Geographie, 35 Jahre lang. Er wohnt seit 1982 in dieser Wohnung. Seine Frau Hildegard ist vor fünf Jahren gestorben — das Herz. Hans war sehr traurig danach, aber er hat gelernt, allein zu leben.

Er hat zwei erwachsene Kinder: Peter (50, Arzt in Berlin) und Monika (47, Lehrerin in Wien). Sie besuchen ihn zu Weihnachten und Ostern. “Nicht oft genug”, sagt Hans, aber er sagt es ohne Bitterkeit.

Die Wohnung von Hans ist sehr anders als Kemals moderne IKEA-Wohnung. Hier gibt es alte Holzmöbel, Bücherregale von Boden bis zur Decke, alte Familienfotos an den Wänden, eine dicke Wolldecke auf dem Sofa und eine alte Standuhr, die jeden Viertelstunde tickt.

“Nehmen Sie Platz! Ich mache Kaffee. Oder lieber Tee?”

“Kaffee, bitte. Danke!”

Sie sitzen am Küchentisch und trinken Kaffee. Hans erzählt von seinem Leben — von seiner Arbeit als Lehrer, von seiner Frau, von München in den 1970er und 1980er Jahren.

“Damals war München noch kleiner. Ruhiger. Nicht so viele Autos, nicht so viele Touristen. Aber auch schön — auf andere Weise.”

“Und jetzt? Mögen Sie das moderne München?”

“Ich lerne es. ⭐ Man muss mit der Zeit gehen, wie man sagt. Ich lerne sogar das Tablet benutzen! Mein Sohn Peter hat mir eines geschenkt. Jetzt kann ich mit ihm und den Enkeln Video-telefonieren. Das ist wirklich fantastisch.”

Kemal lächelt. “Das ist toll! Was machen Sie sonst in Ihrer Freizeit?”

“Ich lese viel — am liebsten Geschichte. Ich mache jeden Tag einen Spaziergang — eine Stunde, immer gleiche Strecke. Und ich gehe jeden Mittwoch in den Schachclub im Stadtteil Haidhausen. Schach ist gut für den Kopf.” Er klopft sich auf die Schläfe. “Und Sie? Was machen Sie, wenn Sie nicht arbeiten?”

“Ich lerne Deutsch — zweimal pro Woche Kurs. Ich fahre Fahrrad und entdecke die Stadt. Und ich koche gern.”

Bei dem Wort “kochen” leuchten Hans’ Augen auf. “Sie kochen! Oh, das ist wunderbar. Ich kann nicht gut kochen. Hildegard hat immer gekocht, ich war der ‘Chefkritiker’. ⭐ Seit sie gestorben ist, esse ich meistens Brot mit Käse oder Fertiggerichte. Das ist sehr langweilig.”

“Dann lade ich Sie einmal zum Essen ein!”, sagt Kemal spontan.

Hans schaut ihn überrascht an. “Oh — das wäre wirklich sehr nett. Sehr gerne, wenn das keine Umstände macht.”

“Kein Problem! Was essen Sie gern?”

“Ich esse alles. Ich bin nicht wählerisch. In 78 Jahren habe ich gelernt: essen ist Freude, und Freude teilt man.”


Teil 9: Das Abendessen

Bölüm 9: Akşam Yemeği

Am nächsten Samstag beschließt Kemal, ein richtiges türkisches Abendessen zu machen. Er lädt Hans ein, aber auch Thomas und Julia — sie sollen Hans kennenlernen.

Am Samstagmorgen geht er zum Viktualienmarkt. Er braucht:

Für die Linsensuppe (Mercimek Çorbası): rote Linsen, Zwiebeln, Knoblauch, Tomatenmark, Kreuzkümmel, Paprikapulver, Butter, Zitrone.

Für die Köfte (türkische Fleischbällchen): gemischtes Hackfleisch, Zwiebel, Knoblauch, Petersilie, Ei, Semmelmehl, Salz, Pfeffer, Paprika.

Für den Salat: Tomaten, Gurken, grüne Paprika, rote Zwiebel, Petersilie, Olivenöl, Zitrone, Salz.

Dazu: Reis, Brot und — als Nachtisch — Baklava, das er beim türkischen Bäcker in der Schwabingstraße kauft.

Er kocht den ganzen Nachmittag. Die Wohnung füllt sich mit Düften: Zwiebeln und Knoblauch in Butter, Gewürze, Fleisch auf dem Grill, Suppe auf dem Herd. Es riecht wunderbar.

Um 19 Uhr klingelt es. Thomas und Julia kommen zusammen. Thomas trägt eine Flasche Rotwein mit.

“Das riecht unglaublich!”, sagt Julia schon an der Tür.

“Was kochst du da?”, fragt Thomas und schaut in die Küche.

“Türkisches Essen. Heute Abend esse ich euch durch die Türkei.”

Um 19 Uhr 15 klingelt es wieder. Hans kommt — er trägt seine beste Strickjacke (dunkelblau statt braun) und hat sich die Haare gekämmt. Er bringt eine Flasche Weißwein mit.

“Für den Gastgeber”, sagt er feierlich und gibt Kemal die Flasche.

“Danke, Hans! Das war nicht nötig, aber sehr nett.”

Sie setzen sich alle an den Tisch. Kemal hat die Tischdecke aufgelegt — die einzige, die er hat, eine weiße mit kleinen blauen Mustern. Er hat Kerzen auf den Tisch gestellt.

Zuerst kommt die Linsensuppe. Hans probiert einen Löffel. Sein Gesicht — ein Lächeln.

“Das… ist ausgezeichnet! Was ist das genau?”

“Linsensuppe. Auf Türkisch ‘Mercimek Çorbası’. Rote Linsen, Zwiebeln, Gewürze. Meine Mutter kocht sie jeden Sonntag. Als ich klein war, war das mein Lieblingsessen.”

“Ich muss das Rezept haben!”, lacht Hans. “Obwohl ich es wahrscheinlich nicht so gut hinbekomme wie Sie.”

“Ich schreibe es Ihnen auf.”

Dann kommen die Köfte mit Reis und Salat. Thomas isst drei Portionen. “Das ist das Beste, was ich seit Wochen gegessen habe”, sagt er ernsthaft.

“Besser als deine Mutter kocht?”, fragt Julia.

“Das sage ich ihr nicht!”

Alle lachen.

Das Abendessen dauert fast drei Stunden. Sie essen, trinken und reden. Hans erzählt von München früher — von der Olympiade 1972, von der alten Tram, von den kleinen Läden, die es heute nicht mehr gibt. Thomas erzählt von Hamburg und dem Hafenleben. Julia erzählt von ihrer Kindheit in einem kleinen Dorf in Bayern — Kühe, Berge, frische Luft. Und Kemal erzählt von Istanbul.

“Stell dir vor”, sagt er zu Hans, “Istanbul hat 15 Millionen Einwohner. München hat 1,5 Millionen. Istanbul ist zehnmal größer!”

“Das kann ich mir kaum vorstellen”, sagt Hans. “Wie lebt man in einer so großen Stadt?”

“Man lebt in seinem Viertel. Man kennt die Bäcker, die Nachbarn, die kleinen Restaurants um die Ecke. Eine große Stadt ist eigentlich viele kleine Dörfer.”

Hans nickt langsam. “Das kenne ich. Schwabing ist auch wie ein kleines Dorf. Ich kenne hier jeden.”

Zum Nachtisch gibt es Baklava. Alle nehmen zu viel — die Baklava ist zu lecker.

“Ich bin so satt”, sagt Thomas und lehnt sich zurück. “Ich kann mich nicht bewegen.”

“Das ist das Ziel!”, lacht Kemal.

Hans steht langsam auf. Er schaut Kemal lange an. Dann sagt er etwas, das Kemal überrascht:

“Ich bin froh, dass Sie in dieses Haus gekommen sind, junger Mann. Nach Hildegards Tod war ich… sehr allein. Die Kinder kommen nur zweimal im Jahr. Die alten Freunde sind auch alt — manche krank, manche auch schon gestorben. Das Leben wird kleiner, wenn man alt ist. Aber heute Abend…” Er hält inne. “Heute Abend war das Leben wieder groß. Danke.”

Kemal weiß nicht, was er sagen soll. Er gibt Hans einfach die Hand.

“Nächsten Samstag bringe ich türkischen Tee mit und Sie zeigen mir, wie man Schach spielt”, sagt Kemal.

Hans lacht: “Abgemacht!”


Teil 10: Sechs Monate Später

Bölüm 10: Altı Ay Sonra

Es ist Anfang März. Draußen ist es noch kalt — 4 Grad — aber die ersten Schneeglöckchen blühen schon in Hans’ Blumentopf auf dem Fensterbrett. Der Frühling ist unterwegs.

Sechs Monate sind vergangen, seit Kemal das erste Mal am Flughafen München gestanden und die Berge in der Ferne gesehen hat.

Was hat sich verändert?

Die Sprache. Kemals Deutsch ist jetzt deutlich besser. Er hat im Januar den offiziellen Goethe-Institut A1-Test gemacht und bestanden — mit der Note “sehr gut” (97 von 100 Punkten). Seit Februar besucht er den A2-Kurs. Die neuen Themen sind schwieriger: ⭐ das Präteritum (eine andere Form der Vergangenheit), ⭐ Komparativ und Superlativ (“besser”, “am besten”), ⭐ Nebensätze mit “obwohl”, “damit”, “bevor”. Aber Kemal ist motiviert wie nie zuvor.

“⭐ Je mehr ich lerne, desto mehr will ich lernen”, sagt er Frau Bauer.

Frau Bauer lächelt: “Das ist das Zeichen eines echten Sprachlerners.”

Die Freunde. Kemal hat jetzt einen kleinen, festen Freundeskreis. Thomas und Julia — jeden Freitagabend treffen sie sich. Hans — jeden Samstagmorgen trinken sie Kaffee, und jeden Mittwoch spielen sie inzwischen zusammen Schach (Kemal ist noch sehr schlecht, aber er lernt). Yasmin aus dem Deutschkurs — sie gehen manchmal zusammen in die Bibliothek. Und Ali, der Besitzer des türkischen Restaurants “Istanbul” um die Ecke — manchmal ist Kemal der einzige Gast nach der Schicht, und sie reden auf Türkisch und Deutsch durcheinander.

Die Arbeit. Kemal hat ein großes Projekt erfolgreich abgeschlossen — ein Energiespar-System für Industriegebäude. Dr. Müller hat ihn vor dem ganzen Team gelobt. Es gibt Gespräche über eine Gehaltserhöhung und eine neue Verantwortung im Team.

Die Stadt. Kemal kennt München jetzt gut. Er hat mit dem Fahrrad jeden Stadtteil erkundet — Schwabing, Maxvorstadt, Haidhausen, Bogenhausen, Au, Giesing. Er kennt die besten Bäcker, die günstigsten Märkte, die ruhigsten Parks, die interessantesten Museen (er war im Deutschen Museum, im BMW Museum, in der Pinakothek). Er weiß, welche U-Bahn-Linie er nehmen muss, um überall hinzukommen. München fühlt sich jetzt vertraut an.

An einem Freitagabend sitzt Kemal auf dem Balkon. Er hat eine dicke Jacke an und hält einen heißen Tee in beiden Händen. Der Himmel ist klar — er kann die Sterne sehen. Unten auf der Leopoldstraße gehen Menschen spazieren, ein Fahrradfahrer klingelt, irgendwo lacht jemand.

Er denkt an seinen ersten Abend hier — wie leer die Wohnung war, wie fremd die Stadt, wie schwer das Deutsch. Er denkt daran, wie er im Hotel gesessen und sich gefragt hat: “Habe ich die richtige Entscheidung getroffen?”

Und jetzt?

Er schreibt eine Sprachnachricht an seine Mutter. Auf Türkisch — das wird er nie verlernen. Aber am Ende fügt er etwas auf Deutsch hinzu:

“Mama, ich bin gut. München ist mein zweites Zuhause geworden. Ich habe gute Freunde — einen alten deutschen Großvater als Nachbar, Kollegen die wie Geschwister sind, und jede Menge neue Abenteuer vor mir. Mein Deutsch wird jeden Tag besser. Ich vermisse euch alle so sehr. Bis zum Sommer! Ich liebe euch. — Kemal

P.S.: Auf Deutsch sage ich: Ich lebe gern in München. Aber Istanbul bleibt für immer in meinem Herzen.

Er trinkt den letzten Schluck Tee, stellt die Tasse hin und öffnet sein Deutschbuch. A2, Lektion 7: Das Präteritum.

Er liest die erste Zeile: “Früher war alles anders — oder doch nicht?”

Er lächelt.

Die Reise geht weiter.


Hikayede Kullanılan Kelimeler

Das Vokabular der Geschichte

Aşağıda hikayede geçen kelimeler konulara göre düzenlenmiştir. Tüm A1 kelimeleri bu listede bulunur.


Kişiler ve Tanışma

AlmancaTürkçeHikayede Geçtiği Yer
der IngenieurmühendisKemal’in mesleği
der RentneremekliHans’ın durumu
der LehreröğretmenHans’ın eski mesleği
der ArztdoktorDr. Hoffmann
die RezeptionistinresepsiyonistSabine
die Chefinkadın patronDr. Müller
die BedienunggarsonHofbräuhaus’ta
der NachbarkomşuHans
der Gastgeberev sahibiKemal (akşam yemeğinde)
der Einwohnersakin, nüfusİstanbul’un nüfusu
der Freundeskreisarkadaş çevresiKemal’in münihli arkadaşları
erwachsenyetişkinHans’ın çocukları
alleinstehend / alleinyalnızHans’ın durumu
gerührtduygulanmışKemal (çorba sahnesinde)
besorgtendişeliJulia (Kemal hastayken)
sympathischsempatikThomas
hilfsbereityardımseverMohammed
wählerischseçiciHans (yemek konusunda)

Şehir ve Ulaşım

AlmancaTürkçe
der Flughafenhavaalanı
der Hauptbahnhofmerkez tren garı
die S-Bahnşehir treni
die U-Bahnmetro
die Haltestelledurak
das Stadtzenturmşehir merkezi
der Stadtteilsemt, ilçe
das Rathausbelediye binası
der MarienplatzMarienplatz (meydan)
die MariensäuleMariensäule (sütun)
der Brunnençeşme, fıskiye
das Glockenspielglockenspiel (saat kulesindeki mekanizma)
der ViktualienmarktViktualienmarkt (pazar)
der Englische Gartenİngiliz Bahçesi
die Isarİsar nehri
die Wieseçayır
das Fahrradbisiklet
das Fahrradnavibisiklet navigasyonu
der Fahrradwegbisiklet yolu
die Landschaftmanzara, arazi
in der Ferneuzakta
die Streckegüzergah
erkundenkeşfetmek
schlenderngezinmek
spazierenyürüyüş yapmak

Ev ve Yaşam

AlmancaTürkçe
das Hausev
die Wohnungdaire
der Stock (3. Stock)kat (3. kat)
der Aufzugasansör
das Treppenhausmerdiven boşluğu
der Einganggiriş
die Wandduvar
der Boden (aus Holz)zemin (ahşap)
die Stehlampeayaklı lamba
das Bücherregalkitaplık
der Kleiderschrankgiysi dolabı
die Matratzeyatak matarası
der Kochtopftencere
das Küchengeschirrmutfak eşyaları
der Tellertabak
die Tassefincan
das Glasbardak
die Kerzemum
die Tischdeckemasa örtüsü
die Standuhrsarkaçlı saat
die Wolldeckeyün battaniye
die Strickjackehırka
der Hausschuhev terliği
der Kühlschrankbuzdolabı
die Mietekira
die Vermieterinev sahibesi (kadın)
besichtigengezmek, görmek (daire)
unterschreibenimzalamak
einziehentaşınmak (eve)

Yiyecek ve İçecek

AlmancaTürkçe
das Brötchenküçük ekmek
die Marmeladereçel
das Müslimüsli
der Spiegeleisahanda yumurta
der Toasttost ekmeği
die Linsensuppemercimek çorbası
die Köfteköfte
das Hackfleischkıyma
der Knoblauchsarımsak
das Tomatenmarkdomates salçası
der Kreuzkümmelkimyon
das Paprikapulverkırmızı toz biber
die Petersiliemaydanoz
das Semmelmehlgaleta unu
die Zwiebelsoğan
das Olivenölzeytinyağı
die Zucchinikabak
die Paprikabiber
die rote Linsekırmızı mercimek
die Baklavabaklava
die Weißwurstbeyaz sosis (Bavyera’ya özgü)
das Brezenpretz
der Senfhardal
die Schweinshaxedomuz paça
der KnödelAlmanca hamur topu
das Weißbierbuğday birası
der Rotweinkırmızı şarap
der Weißweinbeyaz şarap
der Apfelsaftelma suyu
der Esslöffelçorba kaşığı
der Löffelkaşık
der Düftkoku
leckerlezzetli
ausgezeichnetmükemmel
salzigtuzlu
dampfendbuhar çıkaran
probierentatmak, denemek
kostenmal olmak / tatmak

Giyim ve Görünüş

AlmancaTürkçe
die Krawattekravat
das Lederhemdderi gömlek
die Lederjackederi ceket
der Schalatkı
sich anziehengiyinmek
sich rasierentıraş olmak
kämmentaramak (saç)
sorgfältigözenli
warm anziehenüzerine giyinmek
die Brillegözlük
der weiße Kittelbeyaz önlük (eczanede)
der Gehstockbaston
feierlichresmi, törensel

Sağlık ve Hastalık

AlmancaTürkçe
krankhasta
das Fieberateş
der Halsschmerzboğaz ağrısı
der Kopfschmerzbaş ağrısı
der Hustenöksürük
hustenöksürmek
die Grippegrip
die Virusinfektionvirüs enfeksiyonu
das Antibiotikumantibiyotik
das Rezeptreçete
die Schmerztabletteağrı kesici
der Hustensaftöksürük şurubu
die Apothekeeczane
die Apothekerineczacı (kadın)
krank schreibenistirahat belgesi vermek
der Patienthasta (isim)
die Praxismuayenehane
das Wartezimmerbekleme odası
der Blutdrucktansiyon
die Lungeakciğer
der Rückensırt
abhorchensteteskopla dinlemek
klopfenvurmak, çarpmak
geschwollenşişmiş
sich ausruhendinlenmek
sich hinlegenyatmak
sich besser fühlenkendini daha iyi hissetmek
geneseniyileşmek
die Genesungiyileşme
Gute Besserung!Geçmiş olsun!
die Hühnersuppetavuk çorbası
der Honigbal
die Zitronelimon
das Medikamentilaç
dreimal täglichgünde üç kez

Duygular ve Kişilik

AlmancaTürkçe
aufgeregtheyecanlı
nervösgergin
glücklichmutlu
traurigüzgün
frohmemnun, sevinçli
beeindrucktetkilenmiş
überraschtşaşırmış
erleichtertrahatlamış
kleinlautsessiz sedasız (utanmış)
stolzgururlu
vermissenözlemek
sich freuensevinmek, dört gözle beklemek
sich entspannenrahatlamak
sich vorstellenkendini tanıtmak / hayal etmek
sich erinnernhatırlamak
sich entscheidenkarar vermek
sich veränderndeğişmek
lächelngülümsemek

Zaman İfadeleri

AlmancaTürkçe
seit (drei Tagen)(üç gündür) / (üç günden beri)
vor (einer Woche)(bir hafta) önce
in (einer Stunde)(bir saat) sonra
plötzlichaniden
soforthemen
langsamyavaş yavaş
inzwischenbu arada, artık
normalerweisenormalde
meistensçoğunlukla
manchmalbazen
seltennadiren
niehiçbir zaman
jeden Tagher gün
zweimal pro Wochehaftada iki kez
mindestensen az
nach einer Weilebir süre sonra
die ganze Zeittüm süre boyunca
danachbunun ardından
seitdemo günden beri
damalso zamanlar
frühereskiden, daha önce
baldyakında

A2 Önizleme Kelimeleri ⭐

Hikayede ilk kez karşılaştığın A2 yapıları ve kelimeleri:

AlmancaTürkçeA2 Konusu
⭐ seit sie gestorben istöldüğünden beriNebensatz mit “seit”
⭐ Je mehr… desto mehrne kadar fazla… o kadar fazlaKorrelation
⭐ obwohl-e rağmenKonzessivsatz
⭐ damit-mesi içinFinalsatz
⭐ bevor-den önceTemporalsatz
⭐ das PräteritumGeçmiş zaman (hikaye kipi)Zeitformen
⭐ besser / am bestendaha iyi / en iyiKomparativ/Superlativ
⭐ Man muss mit der Zeit gehenZamanla değişmek gerekirIdiom
⭐ vertrauttanıdık, alışılmışAdjektiv
⭐ die GehaltserhöhungzamBeruf/Arbeit
⭐ abschließentamamlamakTrennbares Verb
⭐ der Freundeskreisarkadaş çevresiSozialkontakte

Alıştırmalar

Alıştırma 1: Olayları Sıraya Koyun

Hikayedeki olayları doğru kronolojik sıraya koyun (1–8):

___ Kemal geht ins Hofbräuhaus mit Thomas und Julia. ___ Kemal zieht in die neue Wohnung ein. ___ Kemal wird krank und geht zum Arzt. ___ Kemal landet am Flughafen München. ___ Kemal macht ein türkisches Abendessen für Hans und seine Kollegen. ___ Kemal lernt seinen Nachbarn Hans kennen. ___ Kemal beginnt seinen ersten Arbeitstag. ___ Kemal besteht den A1-Test.

(Doğru sıra: 4 → 2 → 1 → 7 → 3 → 6 → 5 → 8)


Alıştırma 2: Kim Söyledi?

Bu cümleleri kim söyledi? Kemal (K), Thomas (T), Julia (J), Hans (H), Dr. Müller (M) veya Dr. Hoffmann (D)?

  1. “Willkommen in München! Viel Erfolg!” → ___
  2. “Du siehst wirklich nicht gut aus. Geh nach Hause!” → ___
  3. “Ich muss das Rezept haben!” → ___
  4. “Kein Sport. Kein Fahrrad. Ruhen Sie sich aus!” → ___
  5. “Das ist das Beste, was ich seit Wochen gegessen habe.” → ___
  6. “München ist viel schöner als Hamburg!” → ___
  7. “Ich bin froh, dass Sie in dieses Haus gekommen sind.” → ___
  8. “Herzlich willkommen bei TechMüller!” → ___

(Cevaplar: 1-Walter (hikayede başka bir karakter), 2-J, 3-H, 4-D, 5-T, 6-T, 7-H, 8-M)


Alıştırma 3: Doğru mu Yanlış mı?

(Richtig oder Falsch?)

  1. Kemal kommt aus Ankara. → ___
  2. Die Wohnung von Kemal kostet 1.100 Euro pro Monat. → ___
  3. Kemal fährt jeden Tag mit dem Auto zur Arbeit. → ___
  4. Beim Arzt bekommt Kemal Antibiotika. → ___
  5. Hans war früher Arzt. → ___
  6. Das Abendessen dauert fast drei Stunden. → ___
  7. Kemal besteht den A1-Test mit “gut”. → ___
  8. Hans lebt seit 1982 in der Wohnung. → ___

(Cevaplar: 1-F, 2-R, 3-F(Fahrrad/U-Bahn), 4-F, 5-F(Lehrer), 6-R, 7-F(sehr gut), 8-R)


Alıştırma 4: Boşlukları Doldurun

Aşağıdaki kelimelerden uygun olanı seçin:

seit / vor / nach / bis / um / ab

  1. Kemal wohnt ___ sechs Monaten in München.
  2. ___ der Arbeit geht er in den Supermarkt.
  3. Die U-Bahn fährt ___ 9 Uhr.
  4. Er schläft ___ drei Tagen schlecht.
  5. ___ zwei Wochen hat Kemal eine Routine.
  6. Die Mittagspause ist ___ 12:30 ___ 13:30 Uhr.

(Cevaplar: 1-seit, 2-nach, 3-um, 4-seit, 5-nach, 6-von…bis)


Alıştırma 5: Perfekt — Cümleyi Tamamlayın

Verilen fiili Perfekt yapısında kullanın:

  1. Kemal ___________ nach München ___________. (fahren)
  2. Er ___________ eine Wohnung ___________. (finden)
  3. Thomas und Julia ___________ ins Hofbräuhaus ___________. (gehen)
  4. Kemal ___________ den A1-Test ___________. (bestehen)
  5. Julia ___________ Hühnersuppe ___________. (kochen)
  6. Hans ___________ eine Flasche Wein ___________. (mitbringen)
  7. Kemal ___________ krank ___________. (werden)
  8. Dr. Hoffmann ___________ Kemal ___________. (untersuchen)

(Cevaplar: 1-ist…gefahren 2-hat…gefunden 3-sind…gegangen 4-hat…bestanden 5-hat…gekocht 6-hat…mitgebracht 7-ist…geworden 8-hat…untersucht)


Alıştırma 6: Modal Fiil Alıştırması

Anlama uygun modal fiili seçin ve doğru biçimde yazın:

(müssen / dürfen / können / wollen / möchten / sollen)

  1. Kemal ___________ gut Deutsch sprechen. (yeteneği var)
  2. Du ___________ hier nicht parken. (yasak)
  3. Ich ___________ einen Tee, bitte. (kibarca istek)
  4. Wir ___________ morgen früh aufstehen. (zorunluluk)
  5. Er ___________ Arzt werden. (güçlü istek)
  6. Sie ___________ dreimal täglich eine Tablette nehmen. (doktor emri — dıştan)

(Cevaplar: 1-kann, 2-darfst, 3-möchte, 4-müssen, 5-will, 6-soll)


Alıştırma 7: Sıfat Bulmaca — Zıttı Yazın

Hikayede geçen sıfatların zıttını yazın:

SıfatZıttı
groß___
neu___
teuer___
laut___
krank___
schwer___
schnell___
sauber___
glücklich___
früh___

(Cevaplar: klein / alt / günstig / leise / gesund / leicht / langsam / schmutzig / traurig / spät)


Alıştırma 8: Cümle Tamamlama — Bağlaçları Kullanın

“weil”, “aber”, “und”, “oder”, “wenn”, “dass” bağlaçlarından birini kullanarak cümleleri tamamlayın:

  1. Kemal geht zum Arzt, ___________ er Fieber hat.
  2. Julia ist nett, ___________ sie arbeitet sehr viel.
  3. Kemal lernt Deutsch, ___________ er in Deutschland arbeiten möchte.
  4. Er frühstückt immer: ein Brötchen ___________ einen Kaffee.
  5. Willst du Tee ___________ Kaffee?
  6. Kemal weiß jetzt, ___________ München eine schöne Stadt ist.

(Cevaplar: 1-weil, 2-aber, 3-weil/damit, 4-und, 5-oder, 6-dass)


Alıştırma 9: Türkçeden Almancaya Çeviri

Aşağıdaki cümleleri Almancaya çevirin:

  1. Ben iki aydır Münih’te yaşıyorum.
  2. Her sabah bisikletle işe gidiyorum.
  3. Dün doktora gittim çünkü ateşim vardı.
  4. Bu akşam türk yemeği pişireceğim.
  5. Arkadaşlarım çok sempatik ve yardımsever.
  6. Saat kaçta işe başlıyorsun?

(Örnek cevaplar: 1-Ich wohne seit zwei Monaten in München. 2-Jeden Morgen fahre ich mit dem Fahrrad zur Arbeit. 3-Gestern bin ich zum Arzt gegangen, weil ich Fieber hatte. 4-Heute Abend koche ich türkisches Essen. 5-Meine Freunde sind sehr sympathisch und hilfsbereit. 6-Um wie viel Uhr beginnst du die Arbeit?)


Alıştırma 10: Yazma Alıştırması

Aşağıdaki sorulardan birini seçin ve en az 8 cümle yazın:

Seçenek A: Kemal’in gözünden München’i anlatan bir mektup yazın. Kemal, İstanbul’daki annesine altı ay sonra ne yazmış olabilir?

Seçenek B: Siz de yeni bir şehire taşındınız. İlk haftanızı, çevrenizdeki insanları ve yeni alışkanlıklarınızı anlatın.

Seçenek C: Hans’ın günlüğü. 78 yaşındaki Hans, Kemal’le tanışmasını kendi bakış açısıyla anlatıyor. Onun sesini kullanarak bir günlük sayfası yazın.


A1’den A2’ye: Özet ve Sonraki Adımlar

Bu hikayeyi okuduktan sonra artık şunları yapabilirsiniz:

A1’de Öğrendikleriniz — Artık Ustasısınız ✅

  • Kendinizi tanıtabilir, başkalarını tanışabilirsiniz
  • Günlük rutininizi anlatabilirsiniz
  • Yön tarifi verebilir ve alabilirsiniz
  • Alışveriş, sipariş, ödeme yapabilirsiniz
  • Sağlık sorunlarınızı doktora anlatabilirsiniz
  • Hava durumundan ve şehirden bahsedebilirsiniz
  • Aileni ve arkadaşlarınızı tanıtabilirsiniz
  • Geçmişte ne yaptığınızı Perfekt ile anlatabilirsiniz

A2’de Öğrenecekleriniz — Sizi Bekliyor ⭐

A2 KonusuÖrnek
Präteritum (Hikaye kipi)Ich war / Ich hatte / Er ging
Komparativ & Superlativbesser → am besten
Nebensätze (yan cümleler)obwohl / damit / bevor / nachdem
Reflexive VerbenIch freue mich / Du ärgerst dich
Genitivdas Buch meines Vaters
Wechselpräpositionen (derinlemesine)in/auf/an + Akkusativ vs. Dativ
Futur IIch werde morgen kommen.
Passiv (giriş)Das Essen wird gekocht.
Temporale Adverbiendanach / vorher / seitdem / inzwischen

Tebrikler! A1 Almanca yolculuğun tamamlandı.

Kemal gibi sen de artık yeni bir başlangıç için hazırsın.

Viel Erfolg auf Ihrem Weg! — Yolunuzda çok başarılar!


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